31 May 2024

Wave Gotik Treffen in Leipzig mit Viktorianischem Picknick

In München scheint es ja leider das wunderbare Viktorianische Picknick im Englischen Garten nicht mehr zu geben. Bei einem Besuch in Leipzig hatte ich nun Gelegenheit, "ersatzweise" das große alljährliche Wave Gotik Treffen zu erleben. Beim dortigen Viktorianischen Picknick im Clara Zetkin Park und dem Mittelaltermarkt auf der Moritz Bastei wurde fleißig gezeichnet. Besonders schön wäre natürlich noch ein Treffen mit den Leipziger Sketchern gewesen, aber da war ich reisebedingt etwas zu spät dran. 






Die Dame links hatte einen selbstgenähten rotschwarzen Drachen über die Schulter drapiert.



 

Das elegante Kostüm endete in einer langen schwarzen Schleppe.


Das Viktorianisches Picknick geht langsam zu Ende...




Willi, 5 Jahre, hat mit dieser Dame
 nichts zu tun - denn die ist reine Fantasie,
inspiriert von einem Plakat.


Sehr praktisch: ein zwar etwas größeres aber dünnes Skizzenbuch - die Seiten wurden mit
Ausrissen aus einem alten Buch vom Flohmarkt collagiert.


Überall sind schwarzgewandete Passanten zu sehen. Diejenigen mit besonders aufwendigen Kreationen werden alle 50 Meter um ein Foto gebeten. Die rechte Seite zeigt die Highlights des Zoobesuches,
allerdings aus der Erinnerung bzw. vom Foto gezeichnet (der neugierige Wellensittich).



Im Leipziger Stadtteil Plagwitz lässt es sich gut sketchen - hier zwei entspannt Plaudernde
mit Hunden - die legten sich zwischendurch immer wieder mal zum Dösen hin...




Blick auf die Bühne des Mittelaltermarktes. Als es regnete, rückte ich mit dem Zeichenhocker ein Stückchen unter die Bühnenplane. Während des Konzertes hüpfen zwei kleine Mädchen ausgelassen vor dem Publikum herum - standesgemäß im schwarzen Gewand, allerdings mit rosa Schuhen...



Dieses Fabeltier aus Lama und Nashorn gibt es nur in meinem Skizzenbuch.
Das Nashorn lag nahezu unbeweglich direkt unterhalb der Besucherbrücke.



23 May 2024

Internationaler Museumstag im Sudetendeutschen Museum

Zum internationalen Museumstag am 19.Mai haben wir in Kooperation mit dem Sudetendeutschen Museum den BesucherInnen Urban Sketching vorgestellt.
Miriam hat in einer wunderbaren Präsentation die Ursprünge des Urban Sketchings international und auch die nunmehr 10 Jahre USK Munich (Tataah!) erläutert.
Danach konnten sich Interessierte ein kleines Skizzenbüchlein (dankenswerter Weise gesponsert vom Museum) schnappen sowie diverses Zeichenmaterial (auch vom Museum) ausleihen und sich dann unter meiner Anleitung an dem tollen, modernen Gebäude versuchen.



   














 

 

 Miriam  und Karo in Aktion

 


 

 


Das war der eine Stand mit den Materialien, der zweite war am Eingang im Foyer, so dass alle ausreichend versorgt waren
 

 


 

















 

 

 

Es wurden jeweils drei Präsentationen und drei Workshops abgehalten.
Zuerst dachte ich an unterschiedliche Motive, aber dann war es doch spannender,
immer die gleiche Ansicht zu zeichnen. Das untere Bild ist immer das vor Ort entstandene (immer so ca 30 min), das obere habe ich zuhause etwas verfeinert (z.B. mit Schrift)




















 

 

 Der beste Beweis, dass das Sketchen anders als ein Foto ist: die gleiche Ansicht sieht jedesmal anders aus. 




















 

 

Vielen Dank an die vielen Mit-ZeichnerInnen und das tolle Museums-Team!
Es hat wirklich sehr viel Spaß gemacht und wir kommen auf jeden Fall wieder :-)


20 May 2024

Jazz im Mai

 Am 19. Mai waren wir wieder einmal im Kaiserhof, wo ein Freund von uns in seiner Band das Schlagzeug spielt. Das Wetter war herrlich, der Kaiserhof gut besucht und die vier Musiker bestens gelaunt. Außerdem wehte kein Wind, was eher die Ausnahme hier ist. In den letzten fünf Minuten allerdings begann es zu regnen, doch die Gruppe konnte ihre Instrumente noch zusammenpacken.





Der Pianist hatte tatsächlich als einziger ein rotes Hemd an - perfekt für einen Farbklecks im Bild!


14 May 2024

5. USK Treffen im Alpinen Museum

Nach dreijähriger Umbauzeit hat das Museum wieder eröffnet, zumindest das Gebäude, der Garten ist leider noch eine große Baustelle. Man kann nur hoffen, dass man sich dort ab nächstes Jahr wieder gemütlich niederlassen kann. 

Ehrlich gesagt war die aktuelle 'Ausstellung' für mich etwas gewöhnungsbedürftig - bis auf einen Raum im EG keine Exponate, nur Fotografien über den Umbau ...
Ich habe sozusagen die meisten der verfügbaren Exponate gezeichnet... 

Zum Glück war das Wetter gut genug, um auch draußen zu zeichnen. Neben der bei vielen beliebten St. Lukas Kirche war auch die Baustelle ein interessantes Motiv.

 

Raus aus dem Alltag - Exponate zum Anfassen

Bergausrüstung 1935 
 

 Die Aussengestaltung ist noch nicht abgeschlossen.
 

13 May 2024

In und um das Alpine Museum herum

Das neu renovierte Alpine Museum lockte zahlreiche SketcherInnen, die bei besserem Wetter als erwartet nicht nur hineingingen, sondern auch die wunderschöne Umgebung zeichnerisch festhielten.



 















 

 

 

Das sind bei weitem nicht alle, aber ein kleiner Überblick über die Vielfalt der Techniken und Motive ist dieser Schnappschuss immerhin...
















 

 

Auch ich wollte das schöne Wetter nutzen und widmete mich der interessanten evang. Lukaskirche auf der anderen Isar-Seite gegenüber des Museums.

















 

 

Das Müller'sche Volksbad auf der gleichen Isar-Seite lohnt sich natürlich immer, von jeder Ansicht aus.


05 May 2024

Museen, Parks und eine glückliche Fügung

Endlich wieder einmal ein paar Skizzen von mir, leider bin ich lange nicht mehr zum Posten gekommen.


Marionettenausstellung im Sudetendeutschen Museum


   Zeichnen im Bayerischen Nationalmuseum - die beiden Skulpturen habe ich in einer anderen Technik
   mindesten schon einmal festgehalten.




Beim USK-Treffen im Olympiapark war ich etwas zu spät dran... 


Beeindruckendes Relief eines Schutzgeistes aus dem alten Orient im Ägyptischen Museum. Dort
war zeitgleich das speziell für das Museum konzipierte Stück "The Pomegranate Tree" zu hören. 



Großes Hundeaufkommen in der Hirschau, im nördlichen Englischen Garten.
Lustig war der nach Nüssen schnuppernde Bello.
   







Bei hochsommerlichen Temperaturen war das lauschige "Ganz am Wasser"
im Westpark dicht besiedelt mit durstigen Ausflüglern.


Da lacht das Herz der Sketcherin: drei Cosplayerinnen beim Fotoshooting im Japanischen Garten 
des Westparks. Die Kostüme sind alle selbstgeschneidert!


10 April 2024

Zeichnen im Rosengarten

Die sommerlichen Temperaturen haben viele Menschen nach draußen und in den Rosengarten gelockt.
Es war überwältigend, knapp 50 Sketcher/innen sind der Einladung gefolgt, wenn auch es für manche eine kleine Odyssee war, zum Treffpunkt zu finden. Leider ist die öffentliche Anbindung nicht besonders gut.
Unbestritten waren die blühenden Magnolienbäume das beliebteste Motiv.

(Fast) die ganze Vielfalt an Motiven und Darstellungsarten - einige waren leider schon vorher wieder gegangen.
 

 
 Bereits vergangenen Sonntag war ich schon einmal da, um die Blütenpracht zu genießen. In den vergangenen Jahren hat der Frost zugeschlagen, und hinterließ nur braungefleckte Blüten Neben. Neben den zarten Farben der meisten Magnolien ist das satte weinrot der "Sweet Merlot" richtig auffällig.
 
 Zur Abwechslung das fast gleiche Motiv mal mit der linken Hand gezeichnet ...
 

... und mit aufgelockertem Hintergrund.

 

 Die Farbflächen hatte ich schon vorher eingeklebt. 

 

Rosengarten

 Der Wettergott war uns freundlich gesinnt und schickte warme Sonnenstrahlen, welche die blühenden Bäume zum Leuchten brachten. Am beeindruckendsten fanden wir die Sammlung herrlicher Magnolien in allen möglichen Weiß- und Rosatönen, sogar Gelb war dabei. Die ganze Situation glich ein bisschen einem Freibad - mit vielen Sonnenanbeterinnen und Sonnenliebhabern. Aber auch Frühlingsblumen waren zu bestaunen. 

Überall lagerten Familien, Paare und Menschen mit Hunden und freuten sich an diesem strahlendem Sonntagswetter.

Zuerst wollte ich die Zeichnung so lassen und nur den Zweig im Hintergrund hellgrau malen.

Dann habe ich doch das ganze Blatt farbig gestaltet, aber die Eleganz der Blüten litt darunter.

Miriam mit Tochter und deren Freundin mitten im Grünen

Ganz entspannt und zufrieden saß dieses Paar in einer Wiese.


27 March 2024

Notizen aus dem Engadin

Das kleine, sehr sehenswerte "Museum Alpin" in Pontresina ist in einem alten, typischen Engadiner Hof untergebracht. Es vermittelt beeindruckende Einblicke in die Wohn- und Lebensverhältnisse im 17. bis 19. Jahrhundert und die Welt des Alpinismus in der Schweiz. Eine Sonderschau zeigte die mühsame Vemessung der Berge im 19. Jhdt. durch den Alpinisten und Forscher Johann W. F. Coaz. 

Das Haus hat die typischen tiefen Fenster, deren Sturz und Laibungen sich schräg nach hinten verjüngen - perspektivisch nicht einfach:


In dem Museum kann man Tiere der Bergwelt bestaunen:

Einen Steinbock - der, wie mir erzählt wurde, im Frühjahr schon mal bis an die Gärten der höher gelegenen Grundstück herankommt; halt auch ein Kulturfolger: 

 ... und einen Steinadler, den es auch noch in einer Variante mit einem Fuchs in den Krallen gab. Aber da war die Zeit schon wieder um: 

  

Zum Abschluss noch eine schnelle Skizze vom Hotel "Engadiner Hof" in Pontresina, ein sehr schönes, freundlich und familiär geführtes Haus mit einem hübschen Holz-Erker:

(Gezeichnet habe ich in ein Mini-Skizzenbuch (13,5 x 8,5 cm)

 

23 March 2024

Nürnberg

 Anlässlich meines 80. Geburtstags fuhren wir für ein paar Tage nach Nürnberg (und versäumten deshalb leider das USk-Treffen mit den Regensburgern). In Nürnberg bin ich zur Schule gegangen, habe lange dort gelebt, und so verbinden mich viele Erinnerungen an diese Stadt, auch wenn ich schon seit 50 Jahren in München wohne. Wir haben deshalb vor allem alten Wegen und Erlebnissen nachgespürt und konnten noch vieles auffinden, auch wenn sich natürlich einiges geändert hat: Gebäude, Läden, Restaurants. Und dann die alten Kontakte! Da gibt es nur noch wenige. Jedenfalls war es ein wunderschöner Urlaub. Ich habe ein ganzes Skizzenheft voll gezeichnet und den Aufenthalt beschrieben, hier eine kleine Auswahl: 

Das Germanische Museum war mir schon als Kind eine große Freude. Es gibt dort so vieles zu sehen! 

In der Oberen Kreuzgasse gibt es reizvolle Ecken. Die Fachwerkhäuser sind liebevoll restauriert. Hier steht auch das Haus, vor dem Kaspar Hauser erstmals gesehen wurde. 

An meinem Geburtstag gab es Karpfen. Ich zeichne hinterher gerne, was auf dem Teller so übrigbleibt. 

Hier habe ich meinen Vorfahren gemalt; die Türmer damals warnten vor Gefahren. Gewohnt hat er wohl nicht im Turm, sondern in der Nadlergasse, wo heute das Germanische Museum steht. 

In der Lorenzkirche besuchten wir einen Gottesdienst - dieser Besucher schlief bei der Predigt ein. Ich malte, Hans hat die Orgelmusik aufgenommen und natürlich das Läuten der Glocken. 

Ein Organist in der Frauenkirche

Diese Figur steht in der Sebalduskirche.