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31 May 2021

Endlich wieder im Restaurantino Leo

 Der Mai geht, der Sommer kommt, wenigstens für ein paar Tage. Was liegt näher, als nach einer so langen Zeit unser italienisches Restaurantino heimzusuchen. Es war gut besucht, Leo und seine Leute flitzten von einem Tisch zum anderen, und ich konnte endlich wieder die Gäste aufs Korn nehmen.

So schön kann der Mai sein!

Oben ein Gemälde, das im Restaurant hängt - natürlich ein Löwe. Ein Foto davon habe ich in die Skizze eingefügt.

Diese Dame fiel durch ununterbrochenes Geschwätz auf. Gut, die Nase ist etwas ulkig geraten, passt aber irgendwie dazu.

Hund und Frauchen

Das war mein Mittagessen: Salat und Gambas. Die Schalen wurden gezeichnet. Lustig das schwarze Auge!

Das war eine Geduldsprobe. Das Mädchen hatte eine Eiswaffel in der Hand und saß dekorativ auf dem Klettergerüst. Kaum aber hatte ich den Kopf gemalt, sprang es herunter und tummelte sich anderswo. Nach gut zehn Minuten kletterte es wieder hinauf - nun aber schnell! - Denn gleich darauf rutschte es das Brett hinunter. Das ist eine Situation, die uns Urban Sketchers oft heimsucht. Haben wir ein Objekt ausgemacht und mit dem Zeichnen begonnen, steht es auf und geht weg.


09 October 2018

Das Boot in Sendling

Das gefällt mir, so etwas skurriles, unerwartetes, mitten in der Stadt. Wie packt man so etwas an?
Ich, zuerst die Treppen hinauf aufs Deck, mit Cappuccino und Zeit. Der erste Blick erinnerte mich an einem Schiffsausflug auf dem Starnberger See im Juli. Bis ich an die Leute vorbei schaute und die Stadtbauwerk-Landschaft, mit den vielen Kränen im Hintergrund, sah:-)


"I like this, something as whimsical and oddball (and functional!) as a ship on the elevated railroad tracks in Sendling, converted into a collection of Cafés and eateries. Walking up the steps on the stern side, the view on the deck reminded me of a boat trip I took in July on Lake Starnberg. Until I looked past the people and was confronted with the many construction cranes on the city skyline."



Unter Deck, gewohnte Seemanns Gemütlichkeit. Bis man aus dem Fenster schaut: Büsse, Eisenbahn, Wohnblöcke, Baukräne:-)


"Below deck, familiar seaman's cozy surroundings. 'Til you look out the window: city buses, train cars on tracks, concrete residential buildings, cranes :-) "





Auf der anderen Strassenseite, nach der Kreuzung, sieht man den vollen Ausmass diese Stadtviertel Fantasie :-)

"On the other side of the street, past the intersection, one sees the full extent of this urban quarter flight of fancy :-) "

19 November 2017

Am Stachus


Geschützt und warm im Café :-)



    Der Aufbau des "Münchner EisZauber" am Stachus:


"The city has turned grey, gotten colder, and the café on the 6th floor of the Kaufhof department store is a good place to stay warm and watch what's happening in the middle of town. Across the street, the ice rink is being built for the annual "Munich Ice Magic", ice skating for the whole family next to the Christkindlmarkt (Christmas market), into January."

07 November 2017

Museumsbesuch

Unterwegs zu sein, ohne Aquarellkiste, war ungewohnt erleichternd, aber auch spannend-aufregend.
Im Café war viel los, sowie viele Sketcher überall im Museum zu treffen, ganz fleissig im Einsatz:-)









"To be out sketching again, however, without my box of watercolours (prohibited in this museum), meant less of a load to carry, but also an adventure into the unfamiliar... what to do with a single B4?

The café was busy, and the museum was filled with sketchers on a mission :-) "












06 November 2016

Des Einen Fernreise ist des anderen Heimaturlaub

 
Sorry, lange nichts gepostet. Dafür habe ich Israel mit dem Zeichenstift u n s i c h e r gemacht. U n s i c h e r hab ich mich allerdings nirgendwo gefühlt, was manchen Europäer verwundern mag. Nicht mal in dem zwar multiethnischen aber vorwiegend muslimisch-arabischen Kiez in Jaffa, wo meine Tochter Sarah mit ihrer Familie neben der Moschee wohnt.

Oft kommt der Imam sandalenbeschuht mit frommem Bart und wallender Djalabiah seine züchtig Hijab-verhüllte Mutter besuchen, die im Erdgeschoss unter meiner Familie wohnt. Wenn meine unreligiöse Tochter ihre streng muslimischen Nachbarin im Treppenhaus trifft, begrüßen sich die beiden Frauen Bussi-Bussi-mässig mit Wangenkuss und ratschen freundlich ein wenig miteinander so wie überall auf der Welt Nachbar(inne)n miteinander smalltalken. Kein Bisschen beleidigt bin ich, weil mir die fromme Muslima nicht die Hand reicht, sondern entschuldigend lächelnd mit der mir verweigerten Hand auf ihren Hidschab zeigt (von den Kolonialbriten blöd als Hijab transliteriert). Warum sollte ich ihr deswegen gram sein? Fromme Jüdinnen schütteln Männern auch nicht die Hand. In meiner Synagoge in München begrüße ich die Damen mit Kopfnicken und überlasse es ihnen, mir die Hand zu reichen oder auch nicht.
Schnell habe ich mich daran gewöhnt, dass die Wohnungstür den ganzen Tag offen steht und jede/r ein- und ausgehen kann. Dafür kann ich es mir im schattigen, offenen und luftig-kühlen Treppenhaus (draussen immer noch30 Grad) mit meinem Laptop gemütlich machen und arbeiten – ja und natürlich mit den Nachbarn ratschen, was dazu gehört.

Anders als im europäischeren Nord-Tel-Aviv wird auch das Auto nicht abgeschlossen – trotz Gepäck etc. „Wenn man Angst hat, passiert genau das, wovor man Angst hat“, belehrt Sarah ihren Vater (der offenbar schon viel zu lange in Europa gelebt hat). Schnell gewöhne ich mich an den melodischen Aufruf zum Gebet des elektronisch superverstärkten Muezzins, der sich mit dem bayrisch-anheimelnden Klang der Kircheglocken mischt.
Außerhaus habe ich in meinem Stamm-Café im Kiez mein mobiles Atelier aufgeschlagen, zeichne dort und schreibe, lese und denke nach. Die Wirtin (ich nenne sie jetzt mal Aisha -  natürlich heißt sie anders) liest mir jeden Wunsch von den Augen ab, und die Tagesrechnung ist lächerlich klein, obwohl Tel Aviv als eine der weltteuersten Städte gilt. Am Freitag Nachmittag hilft ihr eine Freundin beim wöchentlichen Großreinemachen. Die beiden Frauen plaudern in einem seltsamen Arabisch mit einander: Ihre Unterhaltung ist mit so vielen hebräischen Wörtern durchsetzt, dass ich fast alles verstehe. Es ist die „Geheimsprache“ eines Liebespaars, stellt sich heraus. Aisha, „schwarzes Schaf“ einer alteingesessenen, muslimischen Jaffa'er Familie hat ihren Clan gut erzogen. Es muss ein hartes Stück Arbeit gewesen sein. Aisha's Mutter, die auch zum Helfen kommt, küsst und umarmt die jüdische „Schwiegertochter“ liebevoll. Natürlich will sie mir auch demonstrieren, dass Ronit, Spross jüdischer Flüchtlinge aus dem Unabhängigkeitskrieg wirklich „dazugehört“. Das Liebespaar wohnt zusammen im jüdischen Rishon Lezion im Dunstkreis von Ronits Familie und feiert alle jüdischen und muslimischen Feste „streng kulinarisch“. Wie schön, dass man unter Autobomben, Messerattaken und Militärwillkür verborgen manches tröstlich Schöne finden kann, wenn man nur danach sucht, zum Beispiel in Jaffa der vier Jahrtausende alten Schmelztiegel-Stadt der Andromeda, von der Jonah (lutherverballhornt: Jonas)einst aufgebrochen war zu seiner missglückten Flucht nach Übersee.
Gershom von Schwarze
5.11.2016 Die Skizzen: Lamy Schulfüller überlaviert und Aquarell

09 October 2016

Ein paar Münchner Cafés

Das Dukatz ist eines meiner Lieblingscafés in München.

Eine neue Entdeckung war für mich das Café Dompteure, das vor einigen Monaten in der Türkenstrasse eröffnet hat.