Kalt war's - die Auer Dult aber trotzdem recht gut besucht,
und immer wieder einen Besuch wert! Ich konnte zwischen zwei Buden ein
Plätzchen finden, hinter mir unterhielten sich die beiden Marktfrauen
über die Geschäfte (5 Paar gute Socken für 10 Euro, da konnte ich nicht
widerstehen!).
Vor
mir ein Stand mit 1a Bürsten, Besen, Teppichklopfern und sonstigem
Reinigungsgerät alle Art, unter rot-weiß gestreiftem Baldachin; dahinter
die strenge Neugotik der Pfarrkirche Maria Hilf.
Ein
Schneeregenschauer hat mich dann aber vertrieben - und mir gezeigt, dass
es manchmal vielleicht besser ist, nicht ganz fertig zu werden!
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06 May 2019
Auer Dult
Bei grauslichem Wetter waren einige Urban Sketcher auf der Auer Dult unterwegs. Die einen Schirm dabei hatten, waren gut dran, denn es regnete und graupelte ab und zu heftig. Ich malte unter erschwerten Bedingungen und zog mich die letzte halbe Stunde in die Mariahilf-Kirche zurück, weil es da wärmer und windstill war. Hinterher im Lokal wurden die Skizzen begutachtet und fotografiert.
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| Hier stand ich mit dem Schirm in der linken Hand und dem Stift in der rechten Hand unter einer Markise, aber es tropfte manchmal trotzdem aufs Papier. |
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| Man konnte sich manchmal nicht satt sehen an all den angebotenen Waren! |
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| Besonders gut gefielen mir die beiden Engelchen links. Da mich die Verkäuferin argwöhnisch beobachtete, malte ich sie immer dann, wenn sie mit potentiellen Käufern im Gespräch war. |
04 May 2015
DAS PITTORESKE IM ALLTÄGLICHEN von Gershom von Schwarze
DAS PITTORESKE IM ALLTÄGLICHEN
zu finden ist eine Herausforderung für Urban Sketcher - sonst würde man ja nur im Urlaub zeichnen, dort wo man nicht zu Hause ist. Ich hab mir das Thema mal vorgenommen: die ersten zwei Skizzen sind meine beiden Lieblingskaffeehäuser in Israel, das erste in Jerusalem, das zweite in Tel Aviv, vertraute Orte ohne jede Exotik. Im Nachhinein betrachtet, sagen die beiden Skizzen nicht nur Wesentliches aus über das unterschiedliche Ambiente beider Cafés sondern vor allem auch über die gegensätzlichen Charakteristika beider Städte: Der introvertierte Raum voller Bücher vs das hektische Strassencafé namens "the streets" so wie das übermässig heiligmässige Jerusalem sich von der hektischen Mittelmeermetropole absetzt, die laut Eigenwerbung niemals schlafen geht.
Mit diesen 2 Skizzen hatte ich mein Thema im Fokus. Als nächstes kam die Auer Dult an die Reihe, ein mehrmals im Jahr stattfindender Trödelmarkt so münchnerisch-unexotisch wie der Schefflertanz am Marienplatz oder der Blick auf die Zugspitze bei Föhn. Und doch hat mir das zeichnerisch auf die Pirsch gehen soviel Spaß gemacht, wie ich ihn nicht besser hätte empfinden können beim zeichnerischen Ergründen atavistischer Initiationsriten eines bis dato unentdeckten Naturvolks (Skizze Nr. 3 - 5).
Von da bis zu einem wirklich heidnischen Ritual, dem Fruchtbarkeitstanz um den Riesenphallus des Maibaums. Glücklicher Weise war der erste Mai derart verregnet, dass es wirklich nur die ganz hartgesottenen Mai- Enthusiasten waren, die mir vor den Zeichenstift kamen. Ich bilde mir ein, es kommt bei den Skizzen (Nr.6 -7) etwas rüber von dem heidnisch-vorkatholischen Atavismus eines in seiner Alltäglichkeit gewiss nicht exotisch anmutenden verregneten Feiertags.
Ich freute mich an meiner Ausbeute und zeigte sie nicht ohne Stolz meiner Frau Silvia Götz. Wortlos holte sie eine Blatt hervor aus der tiptop geordneten Sammlung ihrer Zeichnungen, das sie vor vielen Jahren gemacht hatte für ihre Bewerbungsmappe für die Akademie: Eine Steckdose in einer Wand mit Raufasertapete. Letztere war unglaublich perfekt gezeichnet in all ihrer Retrohässlichkeit, die doch vor gar nicht allzu langer Zeit noch als comme il faut gegolten hatte.
Ich war beruhigt. Es hatten sich vor mir bereits Künstlerkollegen die verstiegene Aufgabe gestellt, zu ergründen, was es denn nun sein könnte.
zu finden ist eine Herausforderung für Urban Sketcher - sonst würde man ja nur im Urlaub zeichnen, dort wo man nicht zu Hause ist. Ich hab mir das Thema mal vorgenommen: die ersten zwei Skizzen sind meine beiden Lieblingskaffeehäuser in Israel, das erste in Jerusalem, das zweite in Tel Aviv, vertraute Orte ohne jede Exotik. Im Nachhinein betrachtet, sagen die beiden Skizzen nicht nur Wesentliches aus über das unterschiedliche Ambiente beider Cafés sondern vor allem auch über die gegensätzlichen Charakteristika beider Städte: Der introvertierte Raum voller Bücher vs das hektische Strassencafé namens "the streets" so wie das übermässig heiligmässige Jerusalem sich von der hektischen Mittelmeermetropole absetzt, die laut Eigenwerbung niemals schlafen geht.
Mit diesen 2 Skizzen hatte ich mein Thema im Fokus. Als nächstes kam die Auer Dult an die Reihe, ein mehrmals im Jahr stattfindender Trödelmarkt so münchnerisch-unexotisch wie der Schefflertanz am Marienplatz oder der Blick auf die Zugspitze bei Föhn. Und doch hat mir das zeichnerisch auf die Pirsch gehen soviel Spaß gemacht, wie ich ihn nicht besser hätte empfinden können beim zeichnerischen Ergründen atavistischer Initiationsriten eines bis dato unentdeckten Naturvolks (Skizze Nr. 3 - 5).
Von da bis zu einem wirklich heidnischen Ritual, dem Fruchtbarkeitstanz um den Riesenphallus des Maibaums. Glücklicher Weise war der erste Mai derart verregnet, dass es wirklich nur die ganz hartgesottenen Mai- Enthusiasten waren, die mir vor den Zeichenstift kamen. Ich bilde mir ein, es kommt bei den Skizzen (Nr.6 -7) etwas rüber von dem heidnisch-vorkatholischen Atavismus eines in seiner Alltäglichkeit gewiss nicht exotisch anmutenden verregneten Feiertags.
Ich freute mich an meiner Ausbeute und zeigte sie nicht ohne Stolz meiner Frau Silvia Götz. Wortlos holte sie eine Blatt hervor aus der tiptop geordneten Sammlung ihrer Zeichnungen, das sie vor vielen Jahren gemacht hatte für ihre Bewerbungsmappe für die Akademie: Eine Steckdose in einer Wand mit Raufasertapete. Letztere war unglaublich perfekt gezeichnet in all ihrer Retrohässlichkeit, die doch vor gar nicht allzu langer Zeit noch als comme il faut gegolten hatte.
Ich war beruhigt. Es hatten sich vor mir bereits Künstlerkollegen die verstiegene Aufgabe gestellt, zu ergründen, was es denn nun sein könnte.
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| Lieblingskaffeehaus in Israel |
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| Lieblingskaffeehaus in Israel |
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| Sketchcrawl Auer Dult |
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| Sketchcrawl Auer Dult |
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| Sketchcrawl Auer Dult |
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| 1.Mai Hans Mielich Platz |
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| 1. Mai Hans Mielich Platz |
27 April 2015
Schönwetter-Zeichnen
Mit dem Radel unterwegs im nördlichen englischen Garten, Einkehr beim Aumeister, Zeichnen...
Spontanbesuch im Tierpark Hellabrunn mit lustigen Lamas & Seehunden ... Besuch der Auer Dult im Zuge des aktuellen Sketchcrawls: Zeichnen bei schönem Wetter ist einfach wunderbar!
Spontanbesuch im Tierpark Hellabrunn mit lustigen Lamas & Seehunden ... Besuch der Auer Dult im Zuge des aktuellen Sketchcrawls: Zeichnen bei schönem Wetter ist einfach wunderbar!
Beim Aumeister
Zwei brave Riesenhunde unterm Biergartentisch
Genießt die Abendsonne: ein Seelöwe
Lama (kein Pudel!)
Ruhende Lamas
Baustelle am Auer Bach (= letzte Station Sketchcrawl)
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Sketchcrawl,
Tierpark Hellabrunn
26 April 2015
Sketchcrawl #47 (25. April 2015)
Schade, dass wir uns auf der Auer Dult ein bisschen aus den Augen verloren haben - ich hätt euch echt gerne auf eine Runde Action-Sketching im Kettenkarussel eingeladen! Machen wir dann ein andernmal ... :D
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