19 September 2024

Deutschlandtreffen der Urban Sketchers in Leipzig

Vom 6 bis 8.September fand wieder das Deutschlandtreffen der Urban Sketchers diesmal in Leipzig statt. Ich war das erste Mal überhaupt bei so einem Treffen dabei und finde es schon spannend, dass es so viele gleichgesinnte "Verrückte" gibt, denn es waren tatsächlich über 900! Deshalb wunderten sich die Leipziger nicht schlecht, als plötzlich an allen möglichen Ecken zeichnende Menschen saßen ;-)  Mehr Infos dazu findet Ihr hier: https://www.leipzig-usk-2024.de/


 













 

 

Der erste Eindruck der Stadt kurz nach der Ankunft bei einem Kaltgetränk mit Karo und Claudia: der berühmte Marktplatz.
















 

 

Am ersten Abend wurden alle über 900 (!) SketcherInnen vor der Oper und rund um den Brunnen fotografiert. Gegenüber stach mir dieser seltsame Bau ins Auge: das ist tatsächlich das berühmte Gewandhaus. Ich hatte mir das immer als alten Bau vorgestellt, aber davon hat die Stadt auch einige zu bieten.

 




















 

 

 

Dieses hier zum Beispiel: das Café Riquet, bestimmt eines der am meisten gezeichneten Motive. Dort sah man immer ZeichnerInnen und interessierte Einwohner- und TouristInnen, die ihre Bemerkungen dazu machten.

 


 














 

 

 

Da so viele Anmeldungen vorlagen, gab es sage und schreibe 68(!) Sketchwalks am Samstag zu den unterschiedlichsten Locations, die vorab zugelost wurden und die man nicht tauschen sollte. Mein Sketchwalk führte zum Schillerhaus und Gohliser Schlösschen. Ich wusste nicht, dass es in Leipzig ein Schillerhaus gibt, aber wie ihr seht, ist es mit eines der ältesten (und letzten) Häuser in traditionellem Stil im Stadtteil Gohlis, der früher nur aus solchen Häusern bestand.
















 

 

In der gleichen Straße gab es dieses Haus mit grünen Fliesen und Nashörnern, die etwas dumpf schauen... Die Beschriftung täuscht: es scheint ein sehr gutes Restaurant zu sein.

 

 














 

 

Das Ziel des Sketchwalks war das Gohliser Schlösschen, ein sehr schönes Gebäude mitten im Wohngebiet.
















 

 

Auf dem Weg dorthin konnten wir noch den wunderschönen Eingang des berühmten Zoos festhalten.


Am Sonntag fand dann die große Skizzenbuch-Ausstellung im Museum der bildenden Künste statt. Karo, Claudia und ich wollten aber lieber noch mehr zeichnen. Da bot sich der "Tag des offenen Denkmals" an, denn so konnten wir das ehemalige Jugendstil-Stadtbad besichtigen, das sonst so nicht zugänglich ist.

















 

 

Leider ist es in einem sehr schlechten baulichen Zustand, was wirklich schade ist.
Durch Spenden werden immer mal wieder einzelne Teile renoviert, das ehemalige Herrenbad wird für Veranstaltungen genutzt, das orientalische Schwitzbad wunderschön renoviert, die anderen Räume sind eine Mischung aus DDR-Charme, Baustelle und Jugendstil. Hoffentlich wird es erhalten..
















 

 

Einer der Haupt-Sketchpoints war das ehemalige "VEB-Feinkost-Kombinat" mit der leuchtenden "Löffelfamilie". Wir hatten leider am Samstag das große Treffen verpasst, aber am Sonntag konnten wir diese alte Backsteinfabrik dann auch selbst anschauen. Es war eine tolle Erfahrung in einer tollen Stadt, die ich bestimmt nicht das letzte Mal besucht habe! Danke an das Orga-Team von USKLeipzig!




07 September 2024

Pasinger Bahnhof

USK-Treffen am Bahnhof Pasing - mal nicht nach dem Fahrplan (und allfälligen Verspätungen oder Zugausfällen ...), sondern nach Zeichenmotiven Ausschau halten.    
Auch mich hat die Konstruktion des Daches mit den schönen neo-klassischen Säulen beeindruckt, und ihr leuchtendes Grün gegenüber dem Backstein-Rot der Wände. 

Netterweise durften wir bei "dean&david" auf den bequemen grauen Stühlen zum Zeichnen am Tisch sitzen, was sehr komfortabel und angenehm schattig war.  

 

04 September 2024

Pasinger Bahnhof

Bei wunderbarem Wetter trafen sich zahlreiche SketcherInnen diesmal am Pasinger Bahnhof und besetzten alle nur erdenklichen Schattenplätze. 




















Das ist ein Detail der Vorderseite des wunderschönen Neo-Renaissance-Gebäudes inklusive Tauben und Taubendraht.












 

 

Da der Schattenplatz so kommod war, habe ich vom gleichen Standpunkt aus noch die linke Seite des Gebäudes gezeichnet. Im Hintergrund die altehrwürdige Damentoilette ("Frauen"), die fast so schön beschriftet wie vorne der "Wartsaal" war.













 

Dann erkundete ich doch noch etwas die Umgebung und fand den Kontrast zwischen dem alten Backsteinhaus, das noch zum Bahnhofs-Ensemble gehört, und den Pasing-Arcaden, deren Front aus weißen Fliesen/Kacheln besteht, auch ganz spannend.


02 September 2024

Pasinger Bahnhof

 Am ersten Tag im September trafen wir uns am Pasinger Bahnhof. Wieder waren viele Zeichner und Zeichnerinnen da und alle fanden ihre Lieblingsmotive, sehr unterschiedliche übrigens! Der alte Bahnhof besticht durch das gediegene Äußere und die Wartehalle (außen stand: WARTHALLE) mit den wunderschönen gusseisernen Verzierungen an den Balken und Säulen. Sitzplätze im Schatten gab es genug, auch reichlich Möglichkeiten zum Kaffee trinken oder eine Erfrischung zu sich nehmen. Anschließend ging es zur Pasinger Fabrik, um die Skizzenhefte aufzulegen und miteinander zu plaudern. 

Leider gab es nur wenige einigermaßen schöne alte Gebäude in der Nähe.

Hier noch ohne Farbe

Toll, diese Konstruktion!

Immer dekorativ: Straßenbau-Warnschilder; da braucht es keine weitere Farbgebung.




   


13 August 2024

Musik und Tanz im sommerlichen Kaiserhof

 Bei hochsommerlicher Hitze hörten wir vier Stunden lang Jazz im Kaiserhof; es wurde erst gegen Abend etwas erträglicher. Die Freude an der Musik und am Zeichnen wurde aber dadurch nicht getrübt. 

Das rote T-shirt des Pianisten macht sich sehr dekorativ auf den Skizzen.



Eine Frau tanzte zu vielen Musikstücken ausdauernd trotz Hitze und suchte Tanzpartner - einmal gelang es ihr, eine andere Dame zum Tanzen zu animieren.



08 August 2024

Wieder dabei . . . Wow!

Ich habe es nach langer Zeit geschafft wieder dabei zu sein. Da hat sich aber etwas entwickelt:-)
Sehr viele neue Zeichner waren dabei und ich habe mich sehr gefreut alte Freunde wieder zu sehen.

Die Location war optimal, und für mich bisher unbekannt. Toll!









Treffen am Wartehäuschen, Waisenhausstr. 1 in Neuhausen

Diese zauberhafte, neu entdeckte Location hat so viele Sketcher und Sketcherinnen wie noch nie angelockt. Die lange Bank im Schatten der Bäume bot einen phantastischen Blick auf das Wartehäuschen und das bunte Treiben drum herum. Nicht nur für unsere Gäste aus der Nähe von Kassel, aus Bamberg, Ingolstadt oder sogar Florenz, sondern auch für uns aus München und Umgebung war dies ein echtes Highlight.
Schön, dass beim anschließenden Treffen im Alex noch so viele zum regen Austausch der Skizzenbücher dabei waren.

Konzentriertes Zeichnen im Schatten der Bäume.

Tatsächlich haben die Meisten das Wartehäuschen aus mindestens einer Ansicht gezeichnet.
 
 Meine Ansicht mit angedeuteter Bank im linken Bildabschnitt...

... und eine Teilansicht mit Trinkwasserbrunnen von der Bank aus gesehen.

06 August 2024

Wartehäuschen

 Am 4. August trafen sich etwa 60 Urban Sketchers am Wartehäuschen der Straßenbahn in der Waisenhausstraße 1. Sehr günstig war dabei eine kleine Steinbalustrade, wo man schattig sitzen konnte und das nette Häuschen gut im Blick hatte. Aber man konnte auch dort sitzen und etwas trinken, da hatte man eine Lehne im Rücken, was für mich sehr angenehm ist. Wir freuten uns, dass viele dabei waren, die wir schon länger nicht gesehen hatten. Auch hinterher im "Alex" waren wir noch eine stattliche Gruppe, die ihre Skizzenbücher herzeigten und kommentierten. 

Eine einsame Urban Sketcherin, vom Wartehäuschen aus gezeichnet. Man konnte hier viele Sketcher auf mitgebrachten Sitzgelegenheiten oder auf dem Boden sitzend beobachten.

Variation farbig

Variation in Sepia

Variation in Schwarzweiß

Variation mit Himmel

Das war die ursprüngliche Zeichnung.



22 July 2024

Auf dem Geschwister-Scholl-Platz

Bei schönstem Wetter haben sich wieder zahlreiche SketcherInnen ans Werk gemacht, wobei die meisten sich den farblich sehr gewöhnungsbedürftigen renovierten Brunnen ausgesucht haben.
Mich hat dagegen eher das temporäre Geschehen AUF dem Platz interessiert: immer am Wochenende wird dieser "Käfig-Wagen" zum Erinnern an die israelischen Geiseln auf- und abgebaut, wogegen auf der anderen Seite die Palästinenser ein permanentes Zeltlager errichtet haben.















ich habe den Wagen von verschiedenen Seiten erfasst und bin von ziemlich bunt zu immer weniger Farben übergegangen (und diese letzte Version ist m.E. das beste Ergebnis). Die anderen Versuche seht ihr unten zum Vergleich.

 

 


 













15 July 2024

Treffen am Geschwister-Scholl-Platz

Fast ein Jahr haben die Sanierungsarbeiten an den Schalenbrunnen auf dem Geschwister-Scholl- und dem Professor-Huber-Platz gedauert. Neben der Technik wurde auch der grünlich-türkise Anstrich der gusseisernen Schalen erneuert. Die Farbe ist gewöhnungsbedürftig, mutet sie doch sehr künstlich, fast kitschig an. Ich frage mich, ob es diesen Farbton schon Mitte des 19. Jahrhunderts gab und was der Architekt Friedrich von Gärtner dazu sagen würde. Zusätzlich tauchte die Frage auf, ob es neuesten Sparmaßnahmen der Stadt geschuldet ist, dass nur der Brunnen auf dem Professor-Huber Platz wieder sprudelt, der auf dem Geschwister-Scholl-Platz jedoch trocken steht.


Wieder zahlreiche Sketcher/innen sind gekommen und haben das angenehme Wetter genutzt, den Brunnen nach der Renovierung zu zeichnen.

 

Seit Mai diesen Jahres sind die beiden Plätze politische "Kampfzonen".
Auf der einen Seite
Pro-Israel-Demonstranten im Wochenendeinsatz mit Fotos von Vermissten und Getöteten auf einem Wagen, auf der anderen Seite Pro-Palästina-Demonstranten mit Zelten im Dauereinsatz. Fahnen flattern auf beiden Seiten im Wind.

 


Hier noch ein Blick zum nahegelegenen Siegestor (die Autos habe ich mir geschenkt) ...
zuerst nur analog, dann mit digitalem Himmel.

 

Jazz und Tanz

 Während die Urban Sketchers am Geschwister-Scholl-Platz zeichneten, frönten wir unserer Leidenschaft für Jazz. Diesmal war eine Sängerin mit ihrer Band da und wir hörten vier Stunden lang gute Musik. Der Kaiserhof war gerappelt voll, die Stimmung prächtig bis ausgelassen. 

Hier ist die ganze Gruppe, nur in zwei Farben gehalten.
Die Scat- und Tanzeinlage von Hans fand großen Beifall. Der Tanzaufforderung der jungen Frau konnte er einfach nicht widerstehen...

Etwas kühn in Strich und Farben, aber ich finde es ganz witzig.

Die Sängerin ganz in schwarz mit einer roten Rose am Ausschnitt.

Und hier nochmals die Gruppe.



01 July 2024

Spanien - rund um Madrid

Geführt von einem guten Freund und Spanien-Kenner haben wir eine kurze Reise "rund um Madrid" unternommen: 

In Segovia steht ein unglaublich beeindruckender Aquädukt aus der Römerzeit: großartige Baukunst, fantastisch erhalten.
Aber es hält sich dort hartnäckig die Geschichte, ein Teufel habe das Bauwerk in nur einer Nacht errichtet; deshalb hat man dem teuflischen "Artifex" in Sichtweite seines Bauwerks ein kleines Denkmal gesetzt. Mit dem zangenartigen Hebezeug in seiner linken Faust verrät es zugleich etwas über den Bau: denn so sollen auch die Römer die Steine gehoben haben.

    Daß er ein Selfie von sich gemacht hat, ist freilich eine nicht überlieferte Zugabe der Moderne ... .

Auch in Avila gibt es Rundbögen aus alter Zeit - und es ist immer wieder beeindruckend, wie sie im Laufe der Jahrhunderte in die Bebauung (oder die Häuser in die Bögen ...) einbezogen worden sind.

Leider war der Laden für Geschenke ("Regalos") in der "Straße der Kavalliere" geschlossen.

In Chinchón gibt es die "Plaza Mayor", einen sehr schönen Marktplatz, der den Charkter einer Arena hat und als einer der schönsten Plätze in Spanien gilt. Die den Platz umrahmenden Häuser haben alle die typischen grünen Balkone und Arkaden, die gerne auch als Cafè oder Bar genutzt werden. 

          Von oben ist der Platz selber vor lauter weißen Sonnenschirmen kaum zu erkennen.

Die Woche war viel zu kurz - noch eine schnelle Skizze vom Flughafen Madrid, in dem über dem Cafè Beher ein komplettes Segelflugzeug hing.