10 September 2018

4. Urban Sketchers Deutschlandtreffen in Hamburg 2018

Das Treffen fand vom 31. August bis zum 2. September bei sonnigem und warmem Wetter statt. Wir fuhren drei Tage vorher nach Hamburg, damit wir uns schon ein bisschen umsehen konnten, denn bislang kannten wir die Stadt noch nicht. Der Blick aus unserem Hotel, das unweit des USK-Treffpunkts in der Speicherstadt gelegen war, animierte mich zu meiner ersten Zeichnung.

Hinter der Kirche St. Katharinen spitzt der Rathausturm hervor.

Am nächsten Tag spazierten wir zur Kirche St. Michael, dem "Michel". Von der Aussichtsplattform aus konnte ich die Elbphilharmonie skizzieren. Die Figur unten befindet sich an der Kirchenwand.

Diesen Hl. Michael fand ich auf dem "Gotteskasten". Um 12 Uhr hörten wir ein schönes Orgelkonzert mit Stücken von Bach und Mendelssohn Bartholdy.

Nach dem Mittagessen gingen wir zur Plaza der Elbphilharmonie und schließlich machten wir noch eine interessante Hafenrundfahrt.

Weil es am 30. August regnete, ging's zum Altonaer Museum, wo ich ein paar Stunden lang Galionsfiguren abbildete.



Wir schickten Postkarten an unsere Daheimgebliebenen und hatten zuhause Briefmarken mit einer eigenen Zeichnung und der Schrift "USK Deutschlandtreffen 2018 in Hamburg" von der Deutschen Post drucken lassen.

Bei herrlichem Sonnenschein besuchten wir anderntags den Museumshafen Oevelgönne. Dann wurde es Zeit, zum Treffpunkt in der Halle 424 am Oberhafenquartier zu gehen, wo wir einige bekannte Gesichter entdeckten. Es dauerte, bis alle Teilnehmer ihre Unterlagen und Goodiebags hatten. Um 19 Uhr hielt Prof. Felix Scheinberger eine sehr gute und amüsante Rede über das Zeichnen. Danach gab es die Porträtparty.

Am 1. September fanden Workshops und Sketchcrawls statt. Wir waren am Vormittag an der Alten Fischauktionshalle.

Um die Ecke am Fischmarkt steht ein Brunnen mit einer Minerva.

Klinkerhäuser am Fischmarkt.

Nachmittags erklärte uns Henning Janssen, wie man ein 360°-Panorama gestaltet. Der Wind machte mir jedoch einen Strich durch die Rechnung, und so malte ich ein Schiff mit bunten Fähnchen, oben zu sehen. Dieses DIN A6-Blatt und noch weitere kombinierte ich zu einer Collage für die Ausstellung.

Am Abend hörten wir ein Jazzkonzert mit dem Wennrich-Müller-Quartett, das uns sehr gut gefiel.

Überall in der Halle wurden die Musiker gezeichnet.

Am letzten Tag des Treffens fanden wir uns am Dar-es-Salaam-Platz zum Gruppenfoto zusammen und malten, bis es gegen 14 Uhr zur Ausstellung ging. Hier erfuhren wir, dass das Deutschlandtrefffen 2019 in Augsburg stattfindet.

Wir blieben noch drei Tage länger. Zuerst sahen wir uns die Alstadt mit dem Rathaus an; hier eine Figur am Hygieia-Brunnen. Weiter ging es zum Botanischen Garten und ins Tropenhaus.

Mittags aßen wir im "Kartoffelkeller" in der Deichstraße - ganz hinten die Elbphilharmonie.

Die Überreste meiner leckeren Scholle musste ich natürlich abbilden.

Wir besuchten das Standbild des Wasserträgers Hummel.

Am nächsten Tag gelangten wir über die Lombardsbrücke zum Japanischen Garten.

Auch das Chilehaus war einen Besuch wert.

Den letzten Tag verlebten wir in Blankenese mit seinem romantischen Treppenviertel und entzückenden Gärtchen mit Mitttelmeerflair.

Zuletzt konnte ich noch Hans an der Elbe im Bild festhalten. Ein sehr gelungener Urlaub war das, und wir freuen uns schon auf nächstes Jahr in Augsburg.

02 September 2018

Sonntag im Ägyptischen Museum München


Das war ja wieder mal ein sehr schöner Sonntagnachmittag mit geselligem Ausklang im Café.

Vielen Dank fürs Organisieren!!!

25 August 2018

Reisebilder aus England und Schottland

Im Hof der "Royal Academy of Arts" in London steht eine beeindruckende Statue des Malers Sir Joshua Reynolds, der 1768 Gründungspräsident der Royal Academy (kurz: RA) wurde.
Aus Freude über das 250-jährige Jubiläum der ehrwürdigen Akademie und damit auch der 250. "Summer Exhibition" hat man ihm einen bunten, hawaiianisch anmutenden Blumenkranz umgehängt: 


Sir Reynolds förderte die damals als unterentwickelt empfundene Historienmalerei in England und den "Grand Style"; ich glaube nicht, dass seinerzeit auch nur ein einziges der heute ausgestellten Bilder es an eine Wand in den großartigen Ausstellungsräumen der RA geschafft hätte. Wie es trotzdem dazu gekommen ist, konnte man in der großartigen Ausstellung "The Great Spectacle - 250 Years of the Summer Exhibition" gleich nebenan sehen.



Portobello Road - ein Hinterhof, mit einer Werkstatt drin (habe mich beim Format des Skizzenbuches verschätzt, deshalb fehlt's unten ...)

 
 




 Notting Hill,
für die Fans von Julia Roberts und Hugh Grant ...
















 






Whitby an der Yorkshire Coast; eine schnelle Skizze, wegen der schönen knallblauen typisch englischen Fenster mit den kleinen Scheiben.















 "Abbots Grange" ist ein B&B-Quartier in dem Ort Broadway in den Cotswolds. In dem Haus wohnte 1320 der Abt von Pershore - und die Zeit scheint stehen geblieben zu sein (was zum Glück nicht für die Gästezimmer gilt); leider war unsere Zeit zu knapp (und das Wetter zu gut), auch die große Halle mit dem Kamin zu zeichnen. Der ganze Ort ist eine zauberhafte Reise in das Mittelalter. 




  
Leith, ein netter Vorort von Edinburgh, mit einem kleinen Hafen und Zugang zum Firth of Forth.  
"George Brown & Sons" hatten die Ziegelfassade ihres Lagerhauses vorne weiß gestrichen. 
Das Flussschiff lag achtern merkwürdig tief im Wasser, die Fenster hatten keine Scheiben mehr ...  .

18 August 2018

USk Symposium in Porto


Vom 18.07. bis 21.07. war es wieder soweit, das jährliche, internationale Treffen der Urban Sketchers fand statt. Diesmal im wunderschönen Porto in Portugal.

Gruppenbild aller 800 Teilnehmer ⓒ www.urbansketcher.org

Diesmal fanden sich etwa 800 Teilnehmer in Porto ein, ein riesiges Familientreffen bei dem man viele bekannte Gesichter und Freunde treffen konnte.


Aus München waren auch einige dabei, unter anderem Karo und Miriam, die diesen Post gemeinsam verfasst haben.

Porto ist ein Paradies für Zeichner, schmale alte STarßen und Gassen. Wunderschöne alte Häusre wechseln sich ab mit baufälligen Raritäten. Hinzu kommen die für Porto so typischen Fliesen an den Häuaserwänden, die entweder ein wiederkehrendes Muster aufweisen, von Blüten mit Schnörkeln und Ranken bis hin zu ganzen Gemälden in blauer Fliesenkunst, genannt Azulejos



Uns erwartete also eine sehr interessante und faszinierende Zeit mit Workshops (unter anderem "wie zeichne ich Azulejos" und "draw first think later")

Der kleine Haken an Porto ist allerdings der, dass Porto tatsächlich wirklich "bergig" ist und man ganz schön ins Schnaufen kommt, wenn man sich durch die Gassen zum nächsten Sketch Walk bewegt. Man könnte sogar sagen, dass wir wirklich was für unsere Kondition getan haben.

Der Auftakt des Symposiums war wie immer die Opening Reception in der Alfandega do Porto die einen auf die kommenden Tage einstimmt. Dazu gabs natürlich Portwein und Port-Tonic, eine wirklich interessante Mischung.
Der Abend klang aus mit den ersten netten Gesprächen mit alten Bekannten und neuen Gesichtern.

Die Alfandega do Porto war für die kommenden Tage der zentrale Anlaufpunkt sowohl für die täglichen Briefings, als auch der zentrale Meeting Point für  Workshops und Sketch Walks.

Auch diesmal Teil eines Symposiums (seit Manchester 2016) sind die Stände der Sponsoren an denen man allerlei Sehnsuchts-Produkte erstehen kann und natürlich, wie immer, auch die Dinge findet die man vorher nicht gebraucht hat.

Der erste Tag des Symposiums startete mit einem Sketchwalk der unter Anderem zum ersten Azulejos Highlight führte, einer Doppelkirche namens Igreja dos Carmelitas und Igreja do Carmo, getrennt durch ein sehr sehr schmales Haus.
Auf dem Platz sammelten sich am Vormittag zahlreiche Zeichner, so dass eigentlich der gesamte Platz mit zeichnendem Volk besetzt war. Einer der Punkte, der an einem Symposium so viel Spaß macht. Egal wohin man schaut oder geht, man findet garantiert jemanden der gerade eine Seite füllt.

Natürlich gabs für uns auch den ein oder anderen Workshop, mit "Sketch now, think later" von Mike Daikubara gabs für Karo die perfekte Ergänzung zu "Ich hör auf, wenn das Blatt voll ist"; oder "True Grit" mit Johanna Krimmel und "Gouache like a Child" für Miriam. 

Karo hat sich auch noch im Straßenschilder Zeichnen, ja in Porto lohnt sich das, versucht und hatte bei Roisin Cure dabei eine Menge Spaß.

Ansonsten haben wir während der vielen Sketch Walks eine Menge Farbe aufs Papier gebracht, viele Kaffees getrunken und dabei eine ganze Menge Nata Törtchen verdrückt.

Nata Törtchen, also Pastel de Nata, sind kleine Kuchen aus Blätterteig der in einer kleinen Form ist, nach oben offen. Die Füllung besteht dann aus einer Art Vanillepudding. Zum rein setzen gut und als Nachspeise grandios geeignet, oder als Frühstück und Mittagessen und für zwischendurch...hatten wir Kaffe schon erwähnt?

Am Ende des Symposiums haben wir definitiv etwas für unsere Kondition getan, wir haben wohl den ein oder anderen bayerischen Gipfel an Höhenmetern bestiegen und wir haben jede Menge Azulejos gesehen und gezeichnet.

Ach ja, das nächste Symposium findet in Amsterdam statt.
Hier einen Auswahl unserer Zeichnungen: 


Miriam
Häuser am Platz Largo de Sao Joao Novo 
Teil der Eingangshalle vom Bahnhof Sao Bento 


Die Kirche Igreja de Santo Idelfonso


Eine Skizze von unserem Aperitif Tisch mit "Vinho Verde"

Die Kathedrale von Porto : Catedral da Sé und Espresso mit pastel de Nato 



Die Kirche Igrejacolor de Sao Pedro de Miragaia
Ein Haus am Largo da Pena Ventosa
Leckereien aus Porto


Kleine Sammlung der wunderschönen Azulejos 




Karo:

Meine erste Zeichnung aus Porto. Erster Sketchwalk zu den Doppelkirchen. 
Im Zentrum mein Frühstück, das passiert, wenn man spontan mit so was anfängt :-)



 Der Torre do Barredo, ja der vom Stempel. 
Natürlich musste der auch aufs Papier.



Das Ergebnis vom ersten meiner Workshops. Ein kleines gewachsenes Chaos. Ein klassisches portoisches Straßenschild, ein Balkon und eine Tür.
Der Cafe in der Mitte ist das klebrigste was ich jemals getrunken habe!


Ergebnis meines zweiten Workshops. Einmal Schnellübersict über Porto von der anderen Flusseite aus.


Dieses alte, verlassene Haus haben wir am letzten Tag noch entdeckt.


Und zu guter letzt meine letzte Zeichnung aus Porto. Links ein Teil der Statue Infante Henrique, ohne Henrique dafür mit Flügel-Figur.
Die Kirche ist die Igreija do San Francisco

Nachklang zum Viktorianischen Picknick

Da wir am Sonntag 5.8. leider anderweitig vereinnahmt waren, konnten wir dann 1 Woche danach - ebenfalls beim Monopteros - am Plainair-Aquarellfestival mit rd. 60 Malern / -innen  teilnehmen und Einiges fabrizieren. Die Stimmung war locker, sehr produktiv und das Ganze inszeniert von M. Sieber. Anbei stelle ich zwei Kostproben vom Ergebniss ein.
 
 
zuerst ein Blick zur Altstadt vom Monopteros
 

und dann noch unser guter, alter und schöner Monopteros
 
Eigentlich wollte ich Eure tollen Zeichnungen vom 5.8. kommentieren, geht aber z.Z. leider nicht und daher auf diesem Weg ein Kompliment an Gisela, Micha und Hansingeborg.

08 August 2018

Viktorianisches Picknick im Englischen Garten: ein Augenschmaus

Sie waren malerisch auf dem grünen Hügel des Monopteros gelagert: vornehme Damen und Herren aus dem Rokoko, Empire, Biedermeier, der Gründerzeit und der viktorianisch inspirierten Steampunk-Kultur beim sonntäglichen Picknick. Mit Mieder, Reifrock, Rüschen, Gehrock & Zylinder samt allerlei Federschmuck, Ketten, Handschuhen, Fächern. Die pure Augen- und Zeichenweide! Nach Abschluss unseres Zeichentreffens zog es mich noch einmal quer durch den überfüllten Englischen Garten zurück zum Ausgangspunkt, um weitere Kostüme und Gruppen festzuhalten. Nach 19.00 Uhr packten die letzten Teilnehmer ihre Picknickkörbe zusammen und schritten davon - mitsamt langer schwarzer Rüschenschleppe. Ich freue mich schon jetzt auf eine Wiederholung im nächsten Jahr!








Unverzichtbares Requisit: der spitzenverzierte Sonnenschirm -
bald wieder topaktuell?

Dieser Herr hätte Papageno optisch alle Ehre gemacht.
Im kleinen Bild rechts oben: der porträtierte Herr bewundert Jennys Aquarell.

Nach dem Ordnen des faltenreichen Rockes ist die Dame zum Aufbruch bereit.










Etwas älter, von unserem Maitreffen: Emily. Ihr Frauchen Lisa habe ich seitdem leider nicht mehr getroffen. Vielleicht kommt sie zum nächsten Treffen?



07 August 2018

Viktorianisches Picknick im Englischen Garten


Tolle phantasievolle Kostüme gab es zu sehen. Ein richtig schöner nachmittag im Englischen Garten. Sehr inspierend zum zeichnen. Bei tropischer Hitze in der Sonne, war es im Schatten bei leichtem Wind angenehm auszuhalten.
Eine Atmosphäre wie in einem Gemälde aus der Zeit des Impressionismus... Alles war perfekt !
Die Leute waren sehr erfreut, dass Ihre Kostüme beachtet und gezeichnet wurden.
Eine tolle Idee war das, hierher zu kommen. Den Termin für das nächste Jahr merk ich mir.