10 December 2015

musäum - DER SCHATZ IM ISARTOR UND DAS ERSTE CHANUKKA LICHT




Isartor für Durchschnittsmünchner S-Bahnhalt, Verkehrsknoten, renoviertes Altert(r)um, das kaum zum Betreten einlädt und schon garnicht dazu dort viele Stunden zu verbringen und zu zeichnen. Ein "Hoch" der Munich Urban Sketcherin, die uns dorthin (ver)führte zum Dezember Sketch-in. Aber zunächst ein "Hoch" den  m u s ä u m s  -  Designern, die es verstanden haben die skurile, dem Realen entrückte und damit der Realität den Spiegel vorhaltenden Welt von Karl Valentin und Lisl Karstadt als Samelsurium darzustellen. Anders wär es kaum gegangen, bestimmt nicht als kritische Edition des Gesamtwerks mit mehr Fußnoten als Text. Jeder Mensch, der in dieser Stadt lebt und sie liebt hat einen ganz persönlichen Valentin, den er wiederfinden kann im köstlichen Sammelsurium im Isrator. Ich werde wieder dorthin kommen, sehr oft wiederkommen und Stunden zeichnend und nachdenkend im Sammelsurium verbringen um dann ein Stockwerk höher ins Sammelsuriumscafé zu gehen und zu betrachten, wass mir der Zeichenstift erzählt, der Valentins Welt für mich entdeckt hat.

Erst wenn geschlossen wird, kann, muss man sich losreissen. Zuhause wartet die Chanukkiah. 24. Kislev, Weihenacht des vorher von den Seleukiden entweihten Tempels in Jerusalem. Ein Krüglein geweihtes Öl nur. Mehr war nicht aufzutreiben. Gerade genug für einen Tag, um durch Licht vom Wunder der Überwindung der Besatzer zu künden. Aber das Öl im Krüglein brannte doch acht Tage lang bis neues, reines Öl extra vergine gekeltert war. Zum achten Licht am Sonntag seid Ihr alle eingeladen, um am zweitgrößten Chanukkasleuchter der Welt auf dem Jakobsplatz zu zeichnen, Sufganiot zu essen, Glühwein zu trinken und Horah zu tanzen. Auch das ein Münchner Schatz, den jeder für sich selber heben kann.

1 comment:

  1. Wie immer ganz wunderbare Skizzen, Gershom. Es freut mich, dass Du nun auch Zeichnungen einstellst.

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